Glutenfreier Nusskuchen

Nusskuchen Beitragsbild

Glutenfreier Nusskuchen mit Zimt & Schokoladenglasur

Zuckerfrei oder natürlich gesüßt – du entscheidest

Ein saftiger, nussiger Kuchen, der nach Gemütlichkeit schmeckt. Kein Mehl, kein Gluten, kein Industriezucker – dafür viel Aroma, gute Fette und eine Textur, die einfach happy macht.

Manchmal braucht es einfach Kuchen.
Aber bitte einen, der nicht den Blutzucker Achterbahn fahren lässt, kein Gluten enthält und trotzdem richtig gut schmeckt.

Dieser glutenfreie Nusskuchen ohne Zucker ist genau so ein Kandidat. Saftig, aromatisch, leicht zimtig – und wahlweise gesüßt mit Erythrit oder Dattelmus. Kein Industriezucker, kein Mehl, kein „Ich-bereu-das-später“-Gefühl.

Das Rezept ist unkompliziert, absolut alltagstauglich und funktioniert sowohl als Gugelhupf wie auch in der Kastenform. Perfekt für gemütliche Nachmittage, Gäste oder einfach als kleiner Genussmoment zwischendurch – ohne Drama, ohne Verzicht, ohne schlechtes Gewissen.

Nusskuchen

Glutenfreier Nusskuchen

Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 25 Minuten
Gesamtzeit 40 Minuten
Portionen 1 Gugelhupf oder Kastenform
Kalorien 190 kcal

Zutaten
  

Teig

  • 5 Eier getrennt
  • 160 g Erythrit fein gemahlen oder alternativ
  • 120 g Dattelmus
  • 150 g Butter weich
  • 250g g Haselnüsse od. Walnüsse gemahlen
  • 150 g Mandeln gemahlen
  • 100 g Maniokmehl od. glutenfreie Alternative
  • 50 g Walnüsse gehackt
  • 1 TL Weinstein-Backpulver
  • 1 TL Zimt
  • 1/2 TL Spekulatiusgewürz optional
  • 100 g Schmand
  • 60 ml Sahne
  • 1 Prise Salz

Schokoladenglasur

  • 150 g dunkle Schokolade mind. 85%
  • 2 EL Kokosöl
  • 1 TL Sahne

Anleitungen
 

  • Eigelb & Süße cremig schlagen: Eigelbe mit Erythrit (oder Dattelmus) etwa 4–5 Minuten hell und cremig rühren. Die weiche Butter stückweise unterrühren.
  • Trockene Zutaten unterheben: Gemahlene Nüsse, Maniokmehl, Backpulver, Zimt, Gewürze und Salz mischen und kurz unter die Masse rühren.
  • Feuchtigkeit dazugeben: Schmand und Sahne einarbeiten, bis ein homogener, leicht zäher Teig entsteht.
  • Eiweiß unterheben: Eiweiß steif schlagen und vorsichtig in 2–3 Portionen unter den Teig ziehen – nicht rühren, sondern heben.
  • Backen: Form gut fetten (bei Erythrit evtl. mit gemahlenen Mandeln ausstreuen).Teig einfüllen, glatt streichen und im vorgeheizten Ofen bei185 °C Ober-/Unterhitze ca. 45–50 Minuten backen.Stäbchenprobe nicht vergessen.
  • Abkühlen lassen: Kuchen etwa 15 Minuten in der Form ruhen lassen, dann vorsichtig stürzen und vollständig auskühlen lassen.
  • Schokoladenglasur: Schokolade zusammen mit Kokosöl und Sahne bei niedriger Hitze schmelzen. Glatt rühren und über den abgekühlten Kuchen streichen. Nach Wunsch mit gehackten Nüssen toppen.

Notizen

  • Süßungsmittel:
    Dattelmus macht den Kuchen etwas dunkler und besonders saftig – ideal, wenn du eine natürliche, milde Süße bevorzugst.
    Erythrit sorgt für einen eher klassischen Geschmack und hält das Rezept komplett zuckerfrei. Wichtig: Viele Menschen vertragen Erythrit nicht optimal. Wenn du sensibel reagierst, kannst du einen Teil durch Stevia ersetzen und so die Gesamtmenge reduzieren.
    Alulose wäre aus meiner Sicht die beste Alternative, da sie sich wie Zucker verhält und sehr gut verträglich ist. Leider ist sie aktuell in Europa kaum erhältlich.
  • Backform-Tipp:
    Der Teig hat relativ viel Volumen. Wenn du eine Kastenform verwendest, sollte sie wirklich groß sein. Ist deine Form eher normal groß, fülle den restlichen Teig einfach in Muffinförmchen und backe sie separat.

Hinweis & Wissenswertes zum Rezept

Die Kombination aus Protein, Nüssen und moderater Süße erklärt gut, warum diese Nussecken zwar nicht extrem kalorienarm, dafür aber deutlich besser sättigend sind als klassische Varianten. Im Gegensatz zu stark zuckerhaltigem Gebäck liefern sie dem Körper nicht nur schnelle Energie, sondern auch Nährstoffe, die länger tragen und für mehr Stabilität sorgen.

Warum Nüsse hier eine so zentrale Rolle spielen

Nüsse sind echte Allrounder in der Küche. Sie liefern hochwertige Fette, pflanzliches Protein, Ballaststoffe sowie wichtige Mikronährstoffe wie Magnesium, Zink und Vitamin E. Diese Kombination unterstützt eine gleichmäßigere Blutzuckerreaktion und trägt dazu bei, dass man sich länger satt und ausgeglichen fühlt.

Gerade in süßen Rezepten machen Nüsse einen entscheidenden Unterschied:
Sie bringen Struktur, Geschmack und Substanz – und verhindern, dass Süßes nur aus schneller Energie besteht.

Für solche Rezepte eignen sich übrigens nicht nur ganze Nüsse. Walnusskernbruch ist eine praktische und oft günstigere Alternative, da er sich problemlos weiter zerkleinern lässt und geschmacklich in nichts nachsteht. Ich verwende dafür gerne den Walnusskernbruch von KoRo*, den man einfach nach Bedarf noch etwas hacken kann.

Verschiedene Nüsse

Protein als Schlüssel für bewussten Genuss

Das zusätzliche Protein in diesem Rezept trägt wesentlich zur Sättigung bei, unterstützt den Erhalt der Muskelmasse und kann helfen, Heißhunger nach dem Essen zu reduzieren. Besonders ab 40 ist das ein wichtiger Faktor, da sich Stoffwechsel und Hormonlage verändern und der Körper sensibler auf reine Kohlenhydrate reagiert.

Mehlersatz durch Nüsse – warum das sinnvoll ist

In diesem Rezept wird bewusst auf klassisches Mehl verzichtet. Stattdessen kommen gemahlene Nüsse und Haferflocken zum Einsatz. Das bringt mehrere Vorteile:

  • weniger schnelle Kohlenhydrate

  • höhere Nährstoffdichte

  • oft bessere Verträglichkeit

  • ein natürlich nussiger Geschmack

Nussbasierte Teige sind dadurch meist saftiger, sättigender und stabiler als herkömmliche Kuchenböden – besonders bei zuckerreduzierten Rezepten ein großer Pluspunkt.

Wenn du merkst, dass Heißhunger immer wieder ein Thema für dich ist, lohnt sich ein genauer Blick auf solche Rezeptzusammensetzungen. In meinem Artikel „Heißhunger stoppen ohne Zucker“ gehe ich ausführlicher darauf ein, warum Protein, gesunde Fette und eine moderate Süße im Alltag – gerade in der Winterzeit – so entscheidend sind.