Apfel oder Birne? Was dein Figurtyp über deine Gesundheit sagt
Einleitung – oder: Warum deine Figur mehr sagt als die Zahl auf der Waage
Ob Apfeltyp oder Birnenform – unsere Körperstruktur ist weit mehr als ein ästhetisches Detail.Sie verrät, wie Energie gespeichert wird, wie aktiv dein Körper arbeitet und welche gesundheitlichen Herausforderungen daraus entstehen können. Viele Frauen starren auf die Zahl auf der Waage oder den BMI und übersehen, dass es nicht allein um das Gewicht geht. Entscheidend ist, wo sich Körpermasse ansammelt – und wie aktiv dieses Gewebe auf hormonelle Signale reagiert.Während Frauen mit Birnenform dazu neigen, Rundungen an Hüfte und Oberschenkeln zu entwickeln, speichern Apfeltypen bevorzugt Bauchfett – und genau dort beginnt häufig das Problem. Denn die Region um die Taille ist empfindlich: Sie beeinflusst die Blutzuckerregulation, den Blutdruck und kann langfristig das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes verstärken.

1. Apfel- und Birnentyp – zwei Körperformen, zwei Stoffwechselstrategien
Medizinisch unterscheidet man zwischen dem androiden (Apfel) und dem gynoidem (Birne) Typ. Der Apfeltyp lagert Fett im Bauchraum, also zwischen den lebenswichtigen Organen. Dieses Gewebe ist besonders aktiv und steht im Zusammenhang mit Bluthochdruck, Insulinresistenz und Stoffwechselerkrankungen. Die Birnenform dagegen speichert Energie an Oberschenkeln und Gesäß – eine eher passive Zone, die weniger Entzündungsstoffe freisetzt. Das erklärt, warum Frauen mit dieser Form häufig stabilere Blutzucker- und Cholesterinwerte haben. Wie stark diese Unterschiede sind, zeigt eine Veröffentlichung im Deutschen Ärzteblatt (Hillenhof, 2020):
Das Gehirn steuert mithilfe von Insulin, wo Fett abgelagert wird. Wenn Insulin im zentralen Nervensystem gut wirkt, verteilt sich Energie gleichmäßiger – wie bei der Birne. Ist diese Wirkung gestört, verlagert sich die Speicherung in die Körpermitte – typisch für den Apfeltyp.
Diese zentrale Steuerung erklärt, warum viele Frauen trotz gesunder Ernährung zunehmen oder sich „aufgebläht“ fühlen: Es ist weniger eine Frage von Kalorien, sondern von Signalwirkung und Hormonempfindlichkeit.

2. Warum Körperfett in der Körpermitte besonders aktiv ist
Das Gewebe in der Körpermitte – oft als „viszerales Fett“ bezeichnet – ist stoffwechselaktiv.
Es produziert Botenstoffe, die Entzündungen fördern und die Blutzuckerregulation stören. Dadurch steigt die Belastung für Leber, Herz und Kreislauf, selbst wenn der BMI im Normalbereich liegt. Laut Kullmann et al. (Nature Communications, 2020) hängt dieser Effekt direkt mit der Insulinempfindlichkeit des Gehirns zusammen.
Ist die Reaktion sensibel, bleibt die Energieverteilung ausgeglichen. Bei einer Störung – etwa durch Stress, Schlafmangel oder ungünstige Ernährung – wird vermehrt Energie im Bauchraum eingelagert. Diese Form der Speicherung erhöht die Wahrscheinlichkeit für Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Fettleber. Doch die gute Nachricht: Dieser Prozess lässt sich beeinflussen – durch bewusste Ernährung, Bewegung und ausreichende Regeneration.
3. BMI, Taille und Muskelmasse – was wirklich zählt
Der Body-Mass-Index wird oft als Gesundheitsmaß verwendet, ist aber wenig präzise. Er unterscheidet nicht zwischen Fett und Muskelgewebe und sagt nichts über die Verteilung der Körpermasse aus. Zwei Frauen können denselben BMI haben, aber völlig unterschiedliche Körperzusammensetzungen. Eine trainierte Person mit höherem Muskelanteil hat meist eine bessere Stoffwechselaktivität als jemand mit gleichem Gewicht, aber wenig Muskelmasse. Deutlich aussagekräftiger ist der Taillenumfang.
Er lässt sich einfach mit einem Maßband messen – direkt oberhalb des Hüftknochens, nach dem Ausatmen. Werte über 88 cm gelten als Warnsignal, insbesondere in Kombination mit Blutzucker- oder Blutfettwerten. Auch Körperanalysewaagen können Orientierung geben, aber sie ersetzen kein Verständnis für die eigene Körperform. Wichtiger ist, Veränderungen über Zeit zu beobachten – weniger das absolute Gewicht, sondern der Trend im Verhältnis zu Energie, Schlaf und Stress.
4. Wenn sich die Figur verändert – Hormone, Alter und Lebensstil
Mit zunehmendem Alter und insbesondere während der Wechseljahre verschiebt sich die Energieverteilung im Körper. Sinkt der Östrogenspiegel, nimmt die Aktivität in Hüfte und Oberschenkeln ab, während die Körpermitte anlagert. Studien zeigen, dass diese Verschiebung mit einer verminderten Insulinempfindlichkeit im Gehirn zusammenhängt. Das erklärt, warum viele Frauen plötzlich eine apfelförmige Figur entwickeln, obwohl sie sich nicht anders ernähren. Diese Veränderung lässt sich bremsen, wenn Ernährung, Bewegung und Schlaf in Balance sind.
Regelmäßiges Krafttraining, ausreichend Eiweiß und entzündungshemmende Lebensmittel können helfen, Bauchfett zu reduzieren und Muskeln zu stärken. Ein stabiler Muskelstoffwechsel ist der beste Schutz vor einer ungünstigen Energieverteilung.
5. Abnehmen bedeutet mehr als weniger Gewicht
Abnehmen sollte nie nur auf die Waage bezogen werden. Ein Kilogramm Gewichtsverlust kann sowohl Wasser, Muskelmasse als auch Körperfett sein – entscheidend ist die Qualität dieser Veränderung. Gerade das Fett im Bauchraum reagiert schnell auf kleine Anpassungen: weniger Zucker, mehr Schlaf, regelmäßig Bewegung. Schon ein Rückgang von 3–4 cm Taillenumfang kann messbare Effekte auf Blutzucker, Blutdruck und Cholesterin haben. Wer zusätzlich Krafttraining integriert, verbessert seine Hormonantwort, unterstützt die Leber und steigert den Grundumsatz. So wird Energie wieder effizient genutzt, statt gespeichert.
Das Ziel ist nicht, perfekt zu sein, sondern gesund – und das beginnt mit realistischen Routinen, die zum Alltag passen.
6. Beim Abnehmen zählt nicht die Zahl, sondern die Veränderung
Viele Frauen orientieren sich am Gewicht, obwohl das wenig über den Gesundheitszustand aussagt. Wichtiger ist, ob sich Bauchfett reduziert – das entlastet das Herz-Kreislauf-System und verbessert die Insulinsensitivität. Kleine Fortschritte beim Taillenumfang bedeuten oft große Effekte für die Gesundheit.
Wenn der Gürtel lockerer sitzt, sinkt meist auch die innere Belastung. Messwerte geben Orientierung, aber entscheidend ist das Gefühl von Energie, Leichtigkeit und Stabilität.
7. Fazit – Warum echte Gesundheit nicht am Gewicht gemessen wird
Unsere Figurtypen erzählen viel über unsere hormonelle und metabolische Balance. Apfelförmige Typen tragen ein höheres Risiko für Diabetes, Herzkrankheiten und Adipositas, während Birnentypen meist besser geschützt sind. Aber: Niemand ist seinem Figurtyp ausgeliefert.Mit Wissen, Bewegung und bewusster Ernährung lässt sich das Gesundheitsrisiko deutlich senken. Wenn du herausfinden möchtest, welcher Figurtyp du bist, wie sich dein Fettanteil und Bauchumfang auf dein individuelles Risiko auswirken und wie du deinen Körper wieder in Balance bringst,dann buche dein kostenloses Kennenlerngespräch auf vitalmitsabine.com.
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Echte Veränderung beginnt nicht auf der Waage, sondern im Kopf. Mit Wissen, Bewusstsein und konsequenter, individueller Umsetzung.














